Arktis-Projekt 2018-2020

Projektbeschreibung

Arktis: Einzigartiger Lebensraum im Wandel

An kaum einem Ort der Erde ist der Klimawandel so spürbar, wie in der Arktis. (Mit Arktis ist die Region nördlich des Polarkreises gemeint.) Auftauende Permafrostböden werden zur Gefahr, sowohl regional als auch weltweit. Die bessere Erreichbarkeit und das mildere Klima locken Rohstofffirmen in die Region, gleichzeitig versuchen die Ureinwohner ihre Gebiete zu schützen. Mancherorts wird bereits an Alternativen zum Rohstoffboom gedacht, sanfter Tourismus soll etabliert werden oder gar High-Tech-Industrie.

Die „Arktis“ und ihre Lebensräume erscheinen Schülern und Studenten aus Deutschland unendlich weit weg. Wie bin ich hier betroffen, was habe ich damit zu tun?

Unser Projekt soll zum Einen Jugendlichen aus Deutschland die Möglichkeit geben, die Arktis selbst zu erleben, in Kontakt mit den dortigen Menschen zu kommen und schließlich auch selbständig Bildungsmaterial zu erstellen, um weiteren Schülern das Erlebnis „Arktis“ zu ermöglichen.

Planung Ablauf:

Das Projekt ist in vier Phasen angelegt, die ersten zwei Phasen sind als Pilotphase zu sehen, die folgenden zwei als kontinuierlich fortschreibbare Phasen (Das heißt, bei entsprechender Finanzierung können sie in den Folgejahren wiederholt werden):

Phase 1: 2018
Es bewerben sich Schüler und Studenten aus Deutschland auf das Projekt. Idealerweise sollten dieses (mindestens) Jugendgruppenleiter, Jugendhelfer o.ä. aus dem Jugendnaturschutzkontext sein. Diese sollen die englische Sprache gut beherrschen, sollen in der Lage sein, sich adäquat zu artikulieren und Bereitschaft zeigen, für die erste Arktisreise (Phase 2) eine Ferienwoche zu opfern.
In Phase 1 finden für diese Thematik Seminare statt, die sich um folgende Themen drehen: Sicherheit, Aufmerksamkeit, Klimawandel, Fotografieren, sanfter Tourismus, Kultur.

 

Phase 2: 2018/19
Die bis zu 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen unter der Leitung von wenigstens zwei ortskundigen und pädagogisch fundierten Personen nach Kiruna, Schweden.
Dort finden täglich Workshops zu unterschiedlichen Themen statt, wie etwa „Industrie“, „Klimawandel“, „High-Tech-Industrie“, „sanfter Tourismus“ etc. . Begleitend dazu werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit örtlichen Institutionen (Stadtverwaltung, Tourismusorganisationen, Firmen, Organisation der Sami) Kontakt aufnehmen, um zum Einen kulturellen Austausch zu pflegen, zum Anderen Vereinbarungen für Phase 4 des Projektes zu treffen, um einer größeren Gruppe im Jahr 2020 ein ebenso spannendes und lehrreiches Arktis-Erlebnis zu ermöglichen. Hierzu sollen dann auch Angebote erarbeitet werden, die eben gerade nicht dem „normalen“ Touristen zugänglich sind, wie etwa ein Get-together mit samischen Jugendlichen, eine Führung durch die schwedische Station der Polarforschung o.ä.

 

Phase 3: 2019/20
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nun wieder in Deutschland. Ihre Aufgabe ist nun zweierlei: Zum Einen sollen sie in ihren Kontexten (Verein, Schule, …) Vorträge über das Erfahrene und Erlebte halten. Hierbei sollen natürlich Klimawandel, Naturschutz etc. eine große Rolle spielen. Hierdurch und durch die selbstgemachten, authentischen Bilder, werden bereits viele andere Jugendliche deutlicher angesprochen, als das der Fall wäre, wenn es professionelle „Katalogbilder“ wären. Auch sind die Fragestellungen in einem persönlichen Kontext oftmals direkter und werden authentischer beantwortet. Gleichzeitig sollen die Jugendlichen über ihre sozialen Medien (Instagram, Facebook) möglichst viel zu den Themen der Reise posten und so ebenfalls Awareness für das Thema erzielen.

Zum Anderen geht es nun an die Werbung für Phase 4.

 

Phase 4: 2020/21

Einer Folgegeneration soll das Erlebnis Arktis ermöglicht werden. Die Jugendlichen aus Phase 1 sind nun ihrerseits „Arktis-Coaches“ und sind in der Lage in einem organisierten Rahmen Kleingruppen zu führen. Diese sollen natürlich entsprechend Phase 1 vorbereitet werden.
Waren es in Phase 2 noch bis zu sieben Jugendliche, so sollen in Phase 4 jeweils zwei Jugendliche als Team eine eigene Gruppe in der Arktis „führen“ und ihnen ihren ganz persönlichen Einblick geben. Das Erlebnis Arktis kann beim zweiten Durchgang also z.B. wie folgt ausssehen:
2 Organisatoren
4 Jugendliche aus Phase 2, die in zwei zweier-Gruppen eine Gruppe führen
12 Jugendliche die neu hinzugekommen sind und in zwei Gruppen an dem Projekt teilnehmen.
Die Bewerbungen für Phase 4 können, was die englische Sprache angeht, etwas niedrigschwelliger ausfallen. Ein Dialog sollte möglich sein, aber es ist nicht notwendig, wie in Phase 2 mit Institutionen zu verhandeln. Aus diesem Grund kann in Phase 4 das Alter ebenso gesenkt werden auf ca. 14-15 Jahre.

Im Nachgang sollen auch diese Jugendlichen wiederum in ihren Kontexten über das Erlebte berichten, so dass nun eine nachhaltige Durchführung des Projektes (Wiederholung Phase 3 und 4) möglich ist.

 

Evaluation
Das Projekt wird zum Einen kontinuierlich durch Gespräche, zum Anderen durch Befragungen vor und nach den Reisen begleitet. In qualitativen Diskussionen wird zudem das Bewußtsein für die Problematiken überprüft.

 

Kosten

Für die Projektphasen 1-2 fallen Kosten i.H.V. EUR 8.000 an. Hierin sind Reisekosten (Bahn), Unterkunft, Verpflegung sowie div. Programmkosten enthalten. Ausdrücklich nicht enthalten sind Personalkosten, da das Projekt durch Ehrenamtliche bearbeitet wird.

Für die Projektphase 3 sind keine Kosten vorgesehen, Projektphase 4 wird je nach Teilnehmerzahl etwa 12-14.000 EUR kosten.

Die Phase 4 ist als optional zu sehen und kann, wenn keine auskömmlichen Mittel zur Verfügung stehen, verschoben oder gestrichen werden. Ziel ist jedoch eine nachhaltige und dauerhafte Durchführung dieser Phase in Kooperation mit den entsprechenden Institutionen vor Ort.

Finanzierung

Die Finanzierung soll durch Mitwirkung der Teilnehmer über Spenden, Fördermittel, Sponsorengelder etc. eingeworben werden. Der Eigenanteil bewegt sich im üblichen Rahmen für unsere Auslandsfahrten.


ich möchte 2018 teilnehmen (Mindestalter 16) - bitte sendet mir die Bewerbungsunterlagen zuich möchte 2020 teilnehmen (Mindestalter dann 14)ich möchte das Projekt finanziell unterstützen

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