Waldjugend – was ist denn das?

Wir haben einmal Leute befragt, was ihnen zu „Waldjugend“ einfällt. Das Ergebnis wollen wir hier wiedergeben und dazu jeweils eine kurze Sichtweise unsererseits hinzufügen, so dass aus den kleinen Einblicken ein großes Ganzes wird:

„… ein bisschen wie Pfadfinder“

Traditionen, wie Singen am Lagerfeuer, die „Großfahrt“, ein (freiwilliges) Leistungssystem oder auch das Halstuch gibt´s auch bei uns! Wir gehören zwar nicht zu den großen Pfadfinderverbänden, treffen uns aber durchaus auch mal mit diesen und gehen zusammen auf Lager oder Fahrt. In der Deutschen Waldjugend sind wir 4.500 Jungs und Mädchen in Deutschland.

 

„… ein Naturschutzverein“

Im Gegensatz zu vielen großen Umweltverbänden arbeiten wir nicht hauptsächlich politisch orientiert. Denn: Praktischer Naturschutz spielt bei uns eine große Rolle! Jeder packt mit an und hilft – gemeinsam macht das Spaß!


„… ein Kinder- und Jugendverein“

Auch das ist richtig: Natürlich gibt es immer ein paar Erwachsene, die schwierige Aufgaben erledigen (z.B. die Finanzen), aber der Hauptteil des Programms wird von uns Jugendlichen gestaltet und geplant. Wesentliches Element der Waldjugend ist aber auch, dass man nicht „rausfliegt“, „aufhört“ oder „ins Altenteil geht“, wenn man eine bestimmte Altersgrenze überschritten hat, sondern Kompetenzen, Erfahrungen und Fähigkeiten der Älteren genutzt werden, damit die Kontinuität der Arbeit sichergestellt ist. Nicht umsonst heißt es in der bündischen Jugendverbandsszene: „einmal bündisch, immer bündisch“. Und so sind alle unsere Erwachsenen bereits als Kinder oder Jugendliche in die Waldjugend gekommen. Für die Zusammenarbeit aller Aktiven haben wir einen Landeswaldläuferrat, in dem alle vertreten sind, die eine Aufgabe fest übernommen haben. Elternabende gibt es bei uns auch – für die Vorbereitung von größeren Aktionen, wie Auslandsfahrten. Hier informieren wir die Eltern dann über unsere Pläne, beantworten gerne Fragen und hören uns die Meinung der Eltern an. Im Gegenzug ist es dann aber toll, dass die Eltern uns Gruppenleitern vertrauen.

„… ein „Draussen-Verein“

Viele Kinder kennen den Wald und die Umwelt nur noch aus Fernsehen, Film und Internet. Das wollen wir ändern – und das machen wir nicht, indem wir den Kindern noch mehr Fernsehen, Film und Internet geben. Wir zeigen Dir, wie es auf „mal ohne“ geht. Was aber nicht heißt, dass wir nicht auch mal im Internet recherchieren oder uns einen guten Film anschauen. Aber wir heben es nicht ständig hervor – und es ist mit Sicherheit nicht der Hauptbestandteil unserer Arbeit.

 

„… modern“

Auch wenn wir viele Traditionen haben: Modern im technischen Sinne sind wir vielleicht nicht. Aber wir leben das, was überall gefordert wird: Erlebnis, selber machen, selbst entdecken. Es ist nicht notwendig, Wissen durch Multimedia zu „induzieren“, aber wenn wir Lust darauf haben, mal einen Film zu schauen, dann tun wir auch das.

„… ein Lernort“

Wir haben keine festen Lernziele oder gar Noten. Bei uns ist es nicht wichtig, ob Du innerhalb eines Jahres alle Bäume auswendig kennst oder den Ruf von allen heimischen Vögeln kennst. Aber wenn Du das möchtest, dann kannst Du das!

Es geht darum, dass Du lernst, wahrzunehmen, was um Dich herum passiert. Wieviel und was Du lernen möchtest, bestimmst allein Du. Und nicht immer wird es offensichtlich sein, was Du lernst – vielleicht merkst Du es genau in einem Moment, wo Du gar nicht damit rechnest?

 

Ihr seht, es gibt ganz viele Beschreibungen von „Waldjugend“. Aber manchmal trifft es alles auch nicht ganz genau. Und eine Gruppenleiterin hat einmal diesen Satz geprägt:

„Waldjugend – das ist wie das Gefühl an einem heißen Tag eine eiskalte Cola zu trinken – das kann man nicht beschreiben!“

 

Und so ist es. Wir laden Dich ein, das Abenteuer mit uns zu beginnen. Komm vorbei, werde aktiv und genieße es!

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